Seit dem Jahre 2007 in Dormagen-Nord:
frei lebende Papageien
© 2010 Alle Rechte bei
Familie Tinnefeld, Dormagen
In Dormagen-Nord
(Rhein-Kreis Neuss) halten sich seit dem Jahre 2007 etwa 15 - 20 wild
lebende Papageien auf. Bei diesen Papageien
handelt es sich offenbar um eine (neue) Kolonie
von Halsbandsittichen. Insbesondere in den Wintermonaten sind sie
sehr gut zu erkennen. Halsbandsittiche, sie werden auch kleiner Alexandersittich
genannt, besitzen ein grün gefärbtes Gefieder. Kopf und Bauch sind gelb-grün,
Nacken und Rücken weisen einen mehr oder minder ausgeprägten Blaustich auf. Ihr
Name stammt vom „Halsband“, das als schwarzer Streifen unter dem Kinn beginnt
und in ein rosafarbenes Nackenband übergeht. Der Oberschnabel ist dunkel- bis
hellrot, der Unterschnabel rot bis schwarz. Die Schwanzfedern sind oben
dunkelgrün, in der Mitte blaugrün und unten gelb. Der Halsbandsittich erreicht
eine Größe von bis zu 45 cm, wobei der Körper und Schwanz annähernd gleich lang
sind.
Halsbandsittiche stammen ursprünglich aus dem Westen Afrikas, sind mittlerweile
aber in ganz Afrika, Asien und Mittelamerika verbreitet. Seit 1976 gibt es sie
als Flüchtlinge aus ihrer Gefangenschaft auch in Europa, seit 1980 auch in
Deutschland. Größere Populationen existieren in Düsseldorf, Köln, Bonn, in
Teilen Hessens und Baden-Württembergs. Der Bestand wird in Deutschland auf
6000-7000 Tiere geschätzt. Sie werden bis zu 30 Jahre alt. Häufig fallen sie
durch ihre zwitschernden Laute auf, die jedoch auch in lautes oder schrilles
Geschrei ausarten können.
Als Nahrung bevorzugen sie überwiegend vegetarische Kost: Samen, Knospen, Früchte und Beeren. Aber auch Insekten werden manchmal verzehrt.
Seit dem lang
anhaltenden Winter 2009/10 sind sie besonders zutraulich geworden und kommen bis
in den Garten. Dabei bleiben sie immer in der Kolonie zusammen. Andere Vögel,
wie Meisen, Rotkehlchen und Spechte werden toleriert. Elstern mögen sie jedoch
nicht und versuchen daher, diese möglichst zu vertreiben. Neuere Fotos aus dem Jahre 2010
zeigen sie in unserem Garten.
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03.01.2011